„Highlight“: Entspannt ins Gespräch kommen: HABITAT lud zum Elternfrühstück mit Kunstpräsentation

Der Platz wurde knapp im Dachgeschoss des Bornaer Kinder- und Jugendhauses HABITAT. Über 50 Gäste – Bewohner, deren Eltern, Geschwister und Großeltern – drängten sich um die Tische für das 6. Elternfrühstück. „Das ist ein neuer Rekord“, freute sich der stellvertretende Einrichtungsleiter Thomas Eckel über die hohe Resonanz, „wir möchten hier – mal ohne Probleme zu wälzen – in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen und Dankeschön für die gute Zusammenarbeit sagen, die so wichtig ist“. Nach je rund 20 Gästen in den Anfangsjahren habe sich das Elternfrühstück inzwischen zum „Highlight“ entwickelt.

Daran haben auch die Kinder und Jugendlichen Anteil. Für das üppige Buffet hatten sie Gemüse geschnippelt und Tische gedeckt. Mit freudiger Spannung erwarteten und begrüßten sie ihre Angehörigen. Zum Teil haben diese weite Wege auf sich genommen: Ein Großelternpaar war um 5 Uhr morgens in Stuttgart losgefahren, um seine Enkeltochter zu besuchen, die sie 4 Jahre nicht sehen konnten. Bernd Berg kam aus Berlin angereist. Den Weg hat er für seine Tochter gern auf sich genommen. Im HABITAT – eine Einrichtung der Diakonie-Tochter Heimverbund Leipziger Land gemeinnützige GmbH – weiß er sie gut aufgehoben.

Bei fröhlichem Tellergeklapper entspannten sich viele Gespräche. „Gut, dass wir Sie haben“, sagte eine Frau dankbar zu Thomas Eckel, deren Stiefsohn auf einem guten Weg ist, nachdem sein Verbleib im HABITAT zwischenzeitlich auf der Kippe stand. „Ich habe dem Jungen gesagt, dass ich ihn nicht rauswerfen möchte, weil er mir so wichtig ist und ich ihn nicht fallen lassen möchte“, erzählte Thomas Eckel, „gerade Kinder, die keinen leichten Start ins Leben hatten, brauchen solche Signale“.

Wieviel kreatives Potential in den Jugendlichen steckt, zeigten sie nach dem Frühstück. Gemeinsam mit Kunsttherapeutin Maren I. Kühn – im HABITAT für kunstpädagogische Angebote verantwortlich – präsentierten sie Mini-Leinwände, die sie mit diversen Techniken gestaltet haben und verschenken möchten. „Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder positiv erleben“, sagte Thomas Eckel. Nach dem Frühstück stehen er, der hauseigene Psychologe Thomas Engelmann und die Erzieher immer noch zum Gespräch bereit: Wem etwas auf den Nägeln brennt, dem bieten sie – wie immer – ihr offenes Ohr an.

Elternfrühstück Habitat