Prominente Zaungäste im HABITAT: Jugendliche beschäftigen sich kreativ mit Integration

„Jeder hat sich dabei Gedanken um ein Land gemacht und versucht, das Typische davon darzustellen“, sagt Heilpädagogin Heike Zarski-Bäßler. Sie hatte die Idee zum Projekt, besorgte im Baumarkt Latten und schliff diese ab. Dann bemalten sie die Jugendlichen mit einem französischen Polizisten, einem Dudelsackspieler aus Schottland, einem Araber mit langem Gewand und Turban sowie anderen Figuren – gemeinsam mit der Flagge, die das Land repräsentiert. Dabei flossen auch eigene Ideale mit ein. Ein Bewohner, der begeistert bei der Feuerwehr aktiv ist und diese als seine „2. Familie“ bezeichnet, kreierte zum Beispiel einen US-amerikanischen Feuerwehrmann. Eine junge Mutter, die mit ihrer Tochter im HABITAT lebt, erzählt, dass ihr das Malen richtig gut getan habe. So ein Kreativprojekt sei eben eine gute Möglichkeit abzuschalten und ins Gespräch zu kommen, sagt Heike Zarski-Bäßler.

Die Begegnung mit anderen Kulturen ist im HABITAT nichts Unbekanntes. Eine Zeitlang lebten hier junge Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan. „Sie zu integrieren, war eine Herausforderung“, so Heike Zarski-Bäßler, „da war auf beiden Seiten viel Akzeptanz nötig“. Mit dem Projekt wollte sie die Jugendlichen dazu anregen, ins Gespräch zu kommen und über Integration nachzudenken – auf kreative Weise. Sie waren begeistert dabei und das Ergebnis ist sehr farbenfroh anzusehen. „Die Latten sind ein schönes Aushängeschild geworden und wir sind richtig stolz darauf“, freut sich Heike Zarski-Bäßler.

Zwei Frauen schauen über bemalte Zaunslatten